Die Bestimmung der Geräuschentwicklung von Lärmquellen geschieht bisher vorzugsweise in Hallräumen oder im Gegensatz dazu in reflexionsarmen Räumen, die besonders für akustische Messungen gebaut werden. Zur Lärmbeurteilung von Maschinen besteht jedoch der Wunsch, diese an ihrem endgültigen Aufstel lungsort in der Fabrikhalle zu vermessen; zuweilen sind die Maschinen auch so groà oder schwer, daà sie nicht in die akustischen MeÃräume hineingebracht werden können. Deshalb ist die Kenntnis der Schallfeldverhältnisse in diesen Räumen erforderlich, auch für LärmbekämpfungsmaÃnahmen ist diese wichtig. Die Grundfrage lautet: Wie groà ist der Schalldruckpegel in einem vorgegebenen Abstand von der Schallquelle, und wie kann er durch raumakustische MaÃnahmen beeinfluÃt werden. Im einfachsten Fall wird dabei diese Schallquelle als punkt förmig angesehen. AuÃerdem wird zur Kennzeichnung der Absorptionsverhält nisse die Nachhallzeit in den Räumen bestimmt. Fabrikräume haben im allgemeinen eine von den akustischen MeÃräumen ganz abweichende Gestalt. Meist sind sie bedeutend länger und oft auch viel breiter als hoch. Wir trafen häufig einen etwa quadratischen Grundrià an, und die Decken höhe betrug nur rd. ein Zehntel der Raumlänge. Wir wollen diese Räume als »Flachräume« bezeichnen. Dabei ist zu beachten, daà diese Räume in jeder der drei Dimensionen groà gegen die Schallwellenlängen sind. Die kleinste Raum höhe ist noch mindestens doppelt so groà wie die gröÃte Wellenlänge. Es wird im Hörbereich von 250 bis 4000 Hz gemessen.